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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Freitag, 30.04.2021

Profi-Handball: Meniskusschaden als Berufskrankheit anerkannt

Das Landessozialgericht Baden-Württemberg hat Meniskusschäden bei Profi-Handballern als Berufskrankheit anerkannt (Az. L 8 U 1828/19).

Geklagt hatte ein ehemaliger Bundesliga-Profi, bei dem im Juli 2004 erstmals eine Schädigung des Innenmeniskus am rechten Knie festgestellt worden war. Nach seiner Karriere wollte er den Meniskusschaden im September 2016 von der Berufsgenossenschaft als Berufskrankheit einstufen lassen – diese lehnte jedoch mit der Begründung hab, dass die Trainings- und Wettkampfzeiten des Handballers pro Jahr dafür zu gering gewesen seien. Eine Klage beim Sozialgericht Reutlingen blieb erfolglos.

Das Landessozialgericht gab jedoch dem Kläger Recht. Es sei nicht zulässig, die geringere Dauer des Spiel- und Trainingsbetriebs eines Profisportlers mit der 8-stündigen Arbeitsschicht sonstiger Arbeitnehmer in Relation zu setzen. Bei Handballern würden die Kniegelenke durch schnelle Richtungsänderungen bei hohem Tempo, häufig auch mit unkontrolliertem Aufkommen auf dem Hallenboden bei Sprungwürfen, überdurchschnittlich belastet.

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